LandkarteLand und Leute in Ecuador

Ecuador, das kleinste der südamerikanischen Andenländer. Seinen Namen hat Ecuador von der Lage am Äquator. Das Land grenzt an Kolumbien und Peru. Der pazifische Ozean bildet im Westen die natürliche Grenze.
Klimatisch gehört Ecuador zwar zu den Tropen. In den verschiedenen Landesteilen herrschen aufgrund der großen Höhenunterschiede sehr unterschiedliche Temperaturen und Wetterbedingungen. Das 50 bis 150 km breite westliche Tiefland am stillen Ozean ist im Norden tropisch heiß und feucht, im Süden trocken und dürr. Im Osten Tiefland im Stromgebiet des Amazonas mit tropischen Regenwäldern.

Seit 1997 leidet Ecuador unter großen wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten. Wirtschaftskrisen und Naturkatastrophen wie z.B. "El Niño" haben besonders die sozial schwache Bevölkerung getroffen. Von den 12 Millionen Einwohnern des Landes leben 70% unter der Armutsgrenze.

Das Fischerdorf PosorjaLand und Leute in Posorja

Der kleine Fischerort Posorja liegt etwa 120 km mit dem Auto von der Hafenstadt Guayaquil entfernt an der Mündung des Rio Guayas. Posorja liegt klimatisch in einer sehr trockenen Zone.
Früher war Posorja ein Badeort, die Bewohner lebten vom Fischfang. Zunehmende Meeresverschmutzung und hochtechnisierte Methoden des Fischfangs haben die Einnahmequellen der einheimischen Bevölkerung weitgehend zerstört.
3 Fischfabriken geben wenigen Einwohnern zeitweise Arbeit. Von den 15.000 Einwohnern der Region sind mehr als 60% ohne regelmäßige Arbeit.

ECUADOR- ein südamerikanisches Land am Äquator

Staatsform Präsidiale Republik; Republica del Ecuador - seit 1830; 1809 Unabhängigkeit von der spanischen Kolonialherrschaft.
Einwohner etwas 13 Millionen, von denen fast 3 Mio. im Ausland leben, hauptsächlich Spanien.
Staatsgebiet mit 272.000 km (einschließlich Galapagos-Inseln); 22 Provinzen, kleinster Andenstaat.
Regionen Küste (Costa); Andenhochland (Sierra); Amazonastiefland (Oriente); und die etwa 1.000 km vom Festland entfernten 13 Vulkaninseln des Galapagos Archipels.
Staatsgrenzen im Norden Kolumbien, im Osten und Süden Peru, im Westen der Pazifik.
Sprachen Amtssprache Spanisch, im Hochland auch Queshua, in Amazonien Stammessprachen.
Städte Hauptstadt Quito, 2 Mio. Einwohner, Guayaquil, 2,8 Mio. Überseehafen und Industriezentrum; Manta 400.000, Fischereihafen und US Stützpunkt; Cuenca, 350.000, Weltkulturerbe und Touristenhochburg.
Religion trotz Religionsfreiheit seit 1904 sind 93% römisch-katholisch.
Eth.Gruppen 30% "Indianer", heute Indios oder Indigenas (Ureinwohner) genannt; 50% Mestizen (Nachfahren eines indianischen und eines weißen Elternteils); 10% Afro-Ecuadorianer ; 10% Weiße, Asiaten, Araber (darunter auch 5.000 Deutsche, 2000 Schweizer und 20 000 Koreaner.)
Sozialstruktur Etwa 2% aller Ecuadorianer gehören zu einer reichen, weißen Oberschicht. Weitere 10% sind als wohlhabend oder zumindest vermögend zu bezeichnen. Zusammen verfügen diese Familienminderheiten über zwei Drittel des gesamten Nationaleinkommens. Eine geringer werdende Mittelschicht stellt heute gerade 25% dar. Über 60% der Bevölkerung sind als arm zu bezeichnen, wovon ein Drittel davon am Rande des Existenzminimums lebt.
Bevölkerungsdichte 
48 Einw. pro km im Durchschnitt (BRD:233E.)
Währung Ab 2002 US Dollar, bis dahin SUCRE
Wirtschaft 2004 wirtschaftlicher Aufschwung, vor allem durch die florierende Erdölindustrie. Landwirtschaft stagnierte, obwohl Ecuador der weltweit größte Bananenexporteur ist. Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist ohne sichere Arbeit. Rund 20% der Ecuadorianer arbeiten daher im Ausland, deren Überweisungen an ihre Familien die nach dem Erdölexport wichtigste Einnahmequelle des Landes sind. Weitere erwähnenswerte Exportartikel sind Fisch- und Meeresfrüchte (Konserven) Krabben und Blumen.
Flagge gelb/blau/rot mit einem Staatswappen in der Mitte, bestehend aus Sonne, Kondor, Chimborazo, Rio Guayas und Dampfschiff